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28. Juni 2026

Wenn Trauer einen nach Zypern zurückführt


Trauer und Erinnerung auf Zypern

Matthew Philip Long begann mit dem Schreiben seiner ersten Novelle einige Monate nach dem Tod seiner Mutter. Die Geschichte spielt auf Zypern und folgt einem Mann, der nach dem Verlust seiner Mutter auf die Insel seiner Geburt zurückkehrt, um Spuren von ihr zu finden. Long schreibt über Trauer, Erinnerung und das Gefühl von Zugehörigkeit mit einer sprachlichen Tiefe, die berührt und die Unvermeidbarkeit von Verlust darstellt.

Persönliche Motivation und Entstehung

Long berichtet, dass sein Buch ursprünglich nicht für andere Menschen gedacht war. Es begann als Tagebucheinträge, als er einige Jahre nach dem Tod seiner Mutter zwischen Zypern und seinem jetzigen Wohnort pendelte. Mit Kamera und Notizbuch ausgestattet, versuchte er, durch das Festhalten von Gefühlen eine Verbindung zur Mutter und zu Zypern aufzubauen.

Erfahrungen und Einblicke

Geboren in Ayios Nikolaos auf einer britischen Militärbasis, verbrachte Long nur wenige Jahre auf Zypern. Die Erinnerungen an die Insel stammen vor allem aus den Erzählungen seiner Mutter, die Zypern mit großer Liebe verbunden war. Nach ihrem Tod ermöglichte ihm die Fotografie, Erinnerungen greifbar zu machen, und das Schreiben half ihm, Heilung zu finden und seine Trauer auszudrücken.

Die vielschichtige Auseinandersetzung mit Verlust

Als Long vom raschen Tod seiner Mutter erfuhr, begann für ihn eine tiefgreifende Veränderung. Seine Novelle behandelt nicht nur die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, sondern auch die Trauer über die eigene, veränderte Identität. Er beschreibt, wie Dinge nie wieder so sein können wie zuvor und wie wichtig es ist, diesen Verlust anzuerkennen und Abschied von einem vergangenen Selbst zu nehmen.

Verbindung zu Zypern und koloniale Geschichte

Die Novelle reflektiert auch die komplexen Beziehungen zur Heimat und die Spuren der britischen Kolonialgeschichte auf Zypern. Long beschäftigt sich mit seiner Rolle als Brite auf der Insel und betrachtet den Versuch, Zugehörigkeit zu finden, gleichzeitig als einen Aspekt kolonialer Haltung. Trotz seiner Position als Außenseiter nennt er Nicosia heute sein Zuhause und akzeptiert die Geschichte und Gegenwart in einem Prozess der Versöhnung.

Schreiben als Ausdruck und Prozess

Writing ist für Long ein Mittel, die Welt und sich selbst zu verstehen. Er sieht seine Novelle nicht als Anleitung oder Abschluss, sondern als eine Sammlung von meditativen Gedanken und Reflexionen über Trauer sowie als eine Liebeserklärung an Zypern. Die Novelle erscheint am 26. Juni und wird in verschiedenen Formaten erhältlich sein, gefolgt von Buchvorstellungen im Oktober.

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