Erhurman: Türkische Zyprer streben nach weltweiter Vernetzung
Verbindung zur Welt statt Isolation
Tufan Erhurman, führende Persönlichkeit der türkischen Zyprer, machte kürzlich deutlich, dass die türkische Gemeinschaft auf Zypern bestrebt ist, sich mit der Welt zu verbinden und nicht isoliert zu werden. Er erklärte, dass die Menschen Gleichberechtigung anstreben und dass ihre Kinder die gleichen Rechte erhalten sollen wie jene in entwickelten Ländern. Dabei sei das Land mit entsprechend kompetentem Personal ausgestattet, um diesen Weg zu ebnen.
Eine breite gesellschaftliche Vision
Erhurman hob hervor, dass diese Werte und Ziele von einem großen Teil der Gesellschaft getragen werden, unabhängig von politischen Einstellungen oder Parteizugehörigkeiten. Er unterstrich, dass die Vision klar definiert und der Weg festgelegt sei, und dass man sich weder am Anfang noch am Ende dieses Weges befinde.
Fokussiertes und entschlossenes Handeln
Wichtig sei es, kontinuierlich und ohne Ablenkung durch alltägliche Streitigkeiten, persönliche Ambitionen oder populistische Versuche voranzuschreiten. Dabei solle nicht auf jene gehört werden, die die Anliegen der Gemeinschaft ignorieren oder sich über die gemeinsame Vision stellen.
Das Vorgehen müsse zielgerichtet bleiben, ohne sich von provozierenden Reaktionen ablenken zu lassen. Erhurman erklärte, mit Ernsthaftigkeit, Geduld und Entschlossenheit gemeinsam weiter voranzuschreiten.
Politische Differenzen mit Ertugruloglu
Parallel zu diesen Aussagen kam es zu Spannungen zwischen Erhurman und dem türkisch-zyprischen ‚Außenminister‘ Tahsin Ertugruloglu. Letzterer kritisierte Erhurmans Haltung zur Zypernfrage und bemängelte ausbleibende Antworten auf seine Fragen. Ertugruloglu forderte von Erhurman unter anderem eine Stellungnahme dazu, ob er die Theorie von türkischer Besetzung und Invasion unterstütze, die der griechisch-zyprischen Politik zugrunde liegt, und warf ihm vor, ohne vorherige internationale Anerkennung des Nordens als unabhängigen Staat Verhandlungen zuzustimmen.
Darüber hinaus stellte Ertugruloglu heraus, dass Erhurman mit seiner Befürwortung einer föderalen Lösung und eines rotierenden Präsidentenamts eine Position einnehme, die sich deutlich von der Haltung Ankaras unterscheide.