Planungen zur Restaurierung der Kirche St. Georg der Griechen in Famagusta starten
Beginn der Konservierungsarbeiten
Die Konservierungsdesignarbeiten für die bedeutende Kirche St. Georg der Griechen in Famagusta sind nun offiziell angelaufen. Dies gab das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) bekannt.
Koordinierung vor Ort
Vertreter von UNDP, das Designteam des Projekts, der bikommunale Technische Ausschuss für Kulturerbe sowie dessen Beirat führten kürzlich eine gemeinsame Ortsbesichtigung durch. Dabei wurden die Erhaltungsbedarfe der Kirche ermittelt und Prioritäten für die nächste Phase des Entwurfsprozesses festgelegt. An dem Treffen nahmen außerdem Projektleiter, lokale Interessengruppen und Mitglieder der Gemeinde teil, um die erforderlichen Maßnahmen für die Bewahrung und zukünftige Sicherung des Denkmals zu definieren.
Historische Bedeutung der Kirche
Die Kirche St. Georg der Griechen gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauwerke Famagustas. Sie diente im späten Lusignan- sowie im venezianischen Zeitalter als Kathedrale der orthodoxen Gemeinde der Stadt. Der im 14. Jahrhundert errichtete Bau stellt ein herausragendes Beispiel des seltenen Franco-byzantinischen Architekturstils dar, welcher gotische Elemente mit traditionellem byzantinischem Design kombiniert.
Standort und geschichtlicher Kontext
Errichtet wurde das Gotteshaus im griechischen Viertel des mittelalterlichen Famagusta, damals einer der wichtigsten Handelszentren im östlichen Mittelmeerraum. Historiker gehen davon aus, dass die Kirche als Gegenstück zur nahegelegenen lateinischen Kathedrale St. Nikolaus fungierte und damit die Bedeutung der orthodoxen Gemeinde trotz der frankischen Herrschaft auf der Insel widerspiegelte.
Schäden und Restaurierungsprojekt
Das Bauwerk wurde während der osmanischen Belagerung von Famagusta im Jahr 1571 stark beschädigt. Spuren von Kanonenkugeln sind noch heute sichtbar. Das laufende Projekt zur Restaurierung und Erhaltung wird durch den Technischen Ausschuss für Kulturerbe durchgeführt, finanziert von der Europäischen Union und umgesetzt vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.