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20. Juni 2026

Kakerlaken in Zypern: Ein praxisorientierter Sommerguide


Einleitung

In den Sommermonaten steigt in Zypern die Aktivität von Kakerlaken deutlich an. Besonders im Juni wenden sich viele Hausbewohner an Schädlingsbekämpfungsdienste, während Neuankömmlinge oft von der Größe und dem Verhalten der Insekten überrascht sind. Doch einfache Sauberkeit und das Beauftragen von Kammerjägern reichen nicht immer aus, um die unerwünschten Gäste fernzuhalten.

Welche Kakerlakenarten gibt es in Zypern?

Auf Zypern begegnet man hauptsächlich drei Arten von Kakerlaken:

  • Amerikanische Kakerlake (Periplaneta americana): Die größte Art auf der Insel mit einer Größe von 2,5 bis 4 cm. Sie ist rötlich-braun gefärbt, besitzt voll entwickelte Flügel und kann kurze Flüge ausführen. Meist lebt sie im Freien, vor allem in Drainagesystemen und feuchten unterirdischen Bereichen.
  • Deutsche Kakerlake (Blatella germanica): Diese Art ist wesentlich kleiner, etwa 1,5 cm lang, hellbraun mit zwei parallelen dunklen Streifen auf dem Rücken. Anders als die amerikanische Art ist sie ein reiner Wohnungsschädling, der häufig in Küchen und Bädern vorkommt und sich in elektrischen Geräten und Schränken einnistet.
  • Orientalische Kakerlake (Blatta orientalis): Mit etwa 2,5 cm Größe zeichnet sie sich durch einen dunkelbraunen bis fast schwarzen, glänzenden Körper aus. Sie fliegt nicht und bevorzugt kalte, feuchte und dunkle Orte.

Statistiken zur Schädlingsbekämpfung zeigen, dass die amerikanische Kakerlake im Sommer 60 bis 70 Prozent der Einsätze ausmacht. Ursache ist das umfangreiche Netz aus Wurzeln von Oliven- und Zitrusbäumen, das ideale Brutstätten bietet. Die deutsche Kakerlake ist für etwa 25 Prozent der Fälle verantwortlich, die orientalische für 5 bis 10 Prozent.

Warum reagieren Menschen auf Kakerlaken so stark?

Obwohl Kakerlaken weder beißen noch stechen und keine direkte Gefahr für den Menschen darstellen, löst ihr Anblick oft große Angst aus. Die medizinische Bezeichnung für diese Phobie lautet Katsaridaphobie. Hauptgründe dafür sind ihr unvorhersehbares Verhalten und das Bedürfnis nach Sauberkeit. Die schnellen, plötzlichen Bewegungen der Tiere können Schreckreaktionen hervorrufen. Zudem leben sie in schmutzigen Umgebungen und ernähren sich von verrottendem Material, was sie als Symbol für Verunreinigung erscheinen lässt.

Warum sind Kakerlaken in Zypern so verbreitet?

Das milde Mittelmeerklima Zyperns trägt dazu bei, dass Kakerlaken das ganze Jahr über brüten können. Während in kälteren Regionen kalte Winter ihre Populationen reduzieren, verlangsamt sich der Fortpflanzungszyklus in Zypern nur geringfügig und nimmt im Frühling stark zu. Bei Temperaturen von 30 bis 35 Grad Celsius im Juni erreichen sie ihren Höhepunkt.

Die natürliche Umgebung, besonders die zahlreichen Zitrus- und Olivenbäume mit ihrem feuchten unterirdischen Wurzelnetz, bietet ausgezeichnete Lebensräume. Während im Sommer die Erde austrocknet und herabgefallene Früchte erhitzen, suchen die Kakerlaken nach Wasserquellen, die häufig über Abwasser- und Entwässerungssysteme zu den Häusern führen.

Wo sind Kakerlaken besonders häufig anzutreffen?

Die Verbreitung unterscheidet sich deutlich zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In größeren Städten wie Limassol gibt es aufgrund eines ausgedehnten, älteren Netzes von Abwasserkanälen und Entwässerungssystemen ideale Bedingungen für die Tiere. Bei Hitze strömen die Insekten aus diesen Kanälen in die umliegenden Wohnungen.

Dagegen verfügen Gegenden wie Latchi über kleinere, lokalisierte Abwassersysteme und ein intaktes Ökosystem mit natürlichen Fressfeinden wie der zypriotischen Vogelspinne oder größeren Eidechsen. Diese Greiftiere halten die Kakerlakenpopulation in freier Natur in Schach.

Wie lassen sich Kakerlaken dauerhaft fernhalten?

Eine alleinige Reinigung und der Einsatz von Sprays können nicht immer verhindern, dass Kakerlaken in Wohnräume gelangen. Effektiv ist es, die Zugänge physisch zu blockieren. Dazu zählt das Abdichten von Abflüssen mit engmaschigen Gitterabdeckungen oder Gummistopfen. Ebenso wichtig sind intakte Tür- und Fensterschließen sowie das Abdichten von Zwischenräumen an Türen und Rohren, um den Tieren keine Eintrittsmöglichkeiten zu bieten.

Außerdem sind Kartons ein häufig übersehener Faktor, da Kakerlaken diese wegen ihrer feuchtigkeitsaufnahmefähigen und versteckfreundlichen Struktur bevorzugen. Lager- und Versandkartons können somit unbeliebte Gäste ins Haus tragen. Die Nutzung von Plastikbehältern für Lagerzwecke und das sofortige Entsorgen von Kartons kann diesen Weg unterbinden.

Kategorie: Uncategorized
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