Kıbrıs sularından 100 tondan fazla istilacı balon balığı çıkarıldı.
Einführung einer Fangprämie gegen invasive Kugelfische
Im Rahmen eines von der Regierung unterstützten Maßnahmenpakets konnten seit Juni 2024 mehr als 103 Tonnen des invasiven Silberback-Kugelfischs (Lagocephalus sceleratus) aus den Gewässern Zyperns entfernt werden. Ziel der Aktion ist es, die Population dieses für das regionale Ökosystem bedrohlichen Fisches durch gezieltes Fischen zu reduzieren.
Verbreitung und Herausforderungen
Der Kugelfisch, der über den Suezkanal in das Mittelmeer eingewandert ist, hat sich mittlerweile in vielen Küstenregionen Zyperns etabliert. Trotz seiner weiten Verbreitung gibt es bislang keine wissenschaftlichen Daten zur Gesamtgröße seiner Population im ausschließlichen Wirtschaftsgebiet Zyperns. Diese Informationslücke erschwert eine verlässliche Einschätzung der Bestandsentwicklung.
Förderprogramm für Fischer
Das gemeinsame Förderprogramm, das vom Europäischen Fischereifonds und der Regierung bis Ende 2029 finanziert wird, unterstützt professionelle Küstenfischer dabei, den Kugelfisch gezielt zu fangen. Dabei erhalten Fischer eine Prämie von 4,73 Euro pro Kilogramm gefangenem Fisch. Bislang wurden rund 487.000 Euro an die rund 150 teilnehmenden Fischer innerhalb von elf Gruppen ausbezahlt.
Ziele und weitere invasive Arten
Die Maßnahme soll insbesondere Schäden an der Küstenfischerei verringern, da der Kugelfisch Bekanntheit für die Zerstörung von Fischereigeräten und Netzen besitzt. Zusätzlich weist das Fischereidepartement auf das Vorkommen weiterer invasiver Arten hin. So hat sich etwa der Rotfeuerfisch (Pterois miles) in den Gewässern um Zypern etabliert. Trotz seiner giftigen Stacheln wird der Rotfeuerfisch als Delikatesse geschätzt, weshalb dessen Fang und Verzehr aktiv gefördert wird, um die Bestände zu reduzieren und zugleich wirtschaftliche Chancen für Fischer und Gastronomie zu schaffen.