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23. Июнь 2026

Mazotos Gemeinschaft fordert Präsidenten zur Überprüfung der Entsalzungsanlage auf


Appell an den Präsidenten

Der Gemeinderat von Mazotos hat Präsident Nikos Christodoulides aufgefordert, die geplante Installation einer mobilen Entsalzungsanlage in der Region zu stoppen und die Entscheidung zu überdenken. Die Herkunft dieses Antrags begründet sich mit Sorgen zum Umweltschutz und zur Bewahrung archäologischer Stätten.

Umweltbedenken und wissenschaftliche Einschätzungen

In einem Schreiben an den Präsidenten betont der Rat seine starke Besorgnis und Ablehnung bezüglich des Vorhabens, die Anlage an der Küste der Gemeinde zu errichten. Es wird darauf verwiesen, dass kürzlich gestiegene Niederschläge die Wasserreserven verbessert haben, was mehr Zeit für die Überprüfung und alternative Lösungen mit geringeren Kosten ermöglicht.

Eine im Mai 2026 durchgeführte vorläufige wissenschaftliche Bewertung der Umweltdokumentation wies auf erhebliche Mängel und Inkonsistenzen bei der Genehmigung und Standortwahl hin. Zu bemängeln ist das Fehlen einer strategischen Umweltverträglichkeitsprüfung, die als Grundlage für die nationale Planung von Entsalzungsanlagen hätte dienen sollen. Dies erschwerte die Bewertung alternativer Optionen und der kumulativen Auswirkungen auf das marine Ökosystem, insbesondere hinsichtlich Brineinleitung und Energiebedarf.

Ökologische Besonderheiten und Kritik

Unabhängige Meereswissenschaftler des MER Lab hoben hervor, dass die Region besondere marine Lebensräume beherbergt, die strengere Prüfungen benötigen. Besonders betont werden Posidonia-Seegraswiesen und empfindliche Meeresbodenökosysteme, die laut Gemeinderat bei der Standortwahl strenger berücksichtigt werden müssten.

Der Gemeinderat fordert eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung, da die Bauarbeiten für unterwasserliegende Pipelines sowie Küsten- und Meeresbauprojekte in ökologisch und archäologisch sensiblen Arealen nicht mit einer temporären oder einfach zu versetzenden Anlage vereinbar seien. Das Projekt wird daher als einheitliches Set von Land-, Küsten- und Meeresinterventionen zu betrachten.

Öffentliche Diskussion und Kapazitäten der Anlage

Bei einer öffentlichen Versammlung am 15. Juni, an der unter anderem die Landwirtschaftsministerin Maria Panayiotou und Vertreter mehrerer Behörden teilnahmen, wurde die Einordnung des Projekts als „mobile Entsalzungsanlage“ hinterfragt. Wissenschaftliche Einschätzungen zeigen, dass die Anlage mit einer Kapazität von 20.000 Kubikmetern täglich, erweiterbar auf 40.000 Kubikmeter, nicht als temporär oder leicht zu verlagern zu betrachten ist.

Archäologische Befunde und Widerstand in der Gemeinde

Der Rat weist außerdem auf dokumentierte archäologische Funde und Hinweise auf archäologisches Interesse in der Region hin, die eine sofortige Überprüfung der Pläne notwendig machen. Die Bauarbeiten im Küstenbereich begegnen deswegen nicht nur Umweltsorgen, sondern auch Anliegen zum Schutz des kulturellen Erbes.

Der Widerstand gegen das Projekt ist laut Gemeinderat nicht auf lokale Bewohner beschränkt, sondern spiegelt den Willen der gesamten Bevölkerung wider und ist institutionell organisiert. Die aktuelle Standortwahl wird als umwelttechnisch nicht akzeptabel angesehen.

Forderung nach Rücknahme der Entscheidung und Gespräch

Der Gemeinderat bittet Präsident Christodoulides, die Entscheidung zurückzunehmen und die Pläne umfassend zu überarbeiten. Außerdem wird um ein baldiges Treffen mit dem Präsidenten gebeten, um die Anliegen persönlich vorzutragen.

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