Artista turcochipriota, diseñador de la bandera del norte de Chipre, representado en una exposición en Nicosia.
Ausstellung „A Slight Indisposition“ im Nicosia Municipal Arts Centre
Am Freitag wurde im Nicosia Municipal Arts Centre (NiMAC) eine neue Ausstellung eröffnet, die sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene Künstler zusammenbringt. Die Ausstellung mit dem Titel A Slight Indisposition zeigt Werke von 16 aufstrebenden und etablierten zeitgenössischen Künstlern aus Zypern und dem Ausland.
Kritik an Teilnahme von Emin Çizenel
Vor der Eröffnung der Ausstellung äußerte die Partei der Ökologen Bedenken bezüglich der Beteiligung des türkisch-zyprischen Künstlers Emin Çizenel. Diese basieren auf seiner Rolle als Gestalter der Flagge, die im Norden Zyperns verwendet wird. Die Ökologen wiesen darauf hin, dass Çizenel nicht nur für seine künstlerische Laufbahn bekannt sei, sondern auch als Schöpfer der Flagge der sogenannten „Pseudo-Staat“ gilt. Diese Flagge werde als Symbol für die türkische Besatzung und die Teilung der Insel bezeichnet.
Debatte um die politische Dimension der Künstlerauswahl
Die Ökologen betonten, dass Kunst zwar Raum für freie Ausdrucksformen biete, die Veranstalter aber auch die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ihrer Auswahl berücksichtigen sollten, wenn Künstler eingeladen werden, die mit Symbolen in Verbindung stehen, die als Teilungssymbole der Insel wahrgenommen werden. Zudem unterstrich die Partei, dass historische Erinnerung und Sensibilität gegenüber aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auf Zypern nicht zugunsten eines vermeintlich neutralen kulturellen Ansatzes außer Acht gelassen werden dürfen.
Werdegang von Emin Çizenel
Emin Çizenel stammt aus dem Dorf Malia in der Region Limassol. Er studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Istanbul und setzte seine Ausbildung anschließend in Wien fort. Çizenel wird als Designer der Flagge des besetzten Nordteils Zyperns anerkannt, die seit den frühen 1980er-Jahren kontrovers auf dem Pentadaktylos-Gebirge zu sehen ist.